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Infos & Tipps


Allgemeines zum Tierschutz


Warum holt ihr Tiere aus dem Ausland?
Gibt es nicht genug Tiere in deutschen Tierheimen?

Es ist richtig, dass es in Deutschland bereits eine hohe Anzahl an Tieren gibt, die in Tierheimen oder Pflegestellen auf einen neuen Besitzer warten. Allerdings geht es diesen Tieren den Umständen entsprechend gut, sie werden tierärztlich betreut, gut ernährt und sie sind nicht vom Tode bedroht. In den städtischen Tierheimen der Mittelmeerländer ist dies leider nicht so, denn oft werden Tiere dort, wenn sie nicht innerhalb einer "Schonfrist" von einigen Wochen abgeholt oder vermittelt werden, einfach getötet. In anderen Ländern, z. B. in Osteuropa, gibt es teilweise gar keine Tierheime.
Deshalb holen verschiedene Tierschutzorganisationen Hunde und Katzen aus dem Ausland. Hier wird allerdings eine Vorauswahl getroffen und man bringt nur solche Tiere nach Deutschland, die entweder schon vermittelt sind oder für die eine sehr gute Vermittlungschance besteht. Die Tiere landen auch i.d.R. nicht in deutschen Tierheimen sondern in privaten Pflegestellen, wo sie betreut werden, bis sie vermittelt sind. Ist ein solches Tier dann vermittelt, kann ein neues Tier aus dem Ausland nachrücken.

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Sind Tiere aus dem Ausland nicht alle krank?
Die Tiere aus dem Ausland haben oft auf der Strasse oder in nicht so schönen Tierasylen gelebt, sie sind daher Gefahren und Infektionen ausgesetzt, die in Deutschland nicht verbreitet sind. Die Tiere, die hier vermittelt werden, wurden aber tierärztlich untersucht, haben die Grundimpfungen und ihre gesundheitlichen Probleme (falls vorhanden) sind bekannt und dokumentiert. Nichts- destotrotz bleibt ein Restrisiko, dem der neue Besitzer durch eine gründliche Untersuchung beim Tierarzt seiner Wahl entgegentreten sollte. Mehr Information über Krankheiten bei Hunden aus dem Ausland finden Sie im 'Hundherum gesund'.
Wer ein chronisch krankes Tier aufnimmt (z.B. einen Leishmaniose-positiven Hund) sollte sich darüber im Klaren sein, dass dadurch unter Umständen Kosten von über 1000 Euro auf ihn zukommen können. Außerdem bedeutet ein krankes Tier für die Familie auch zusätzlichen Stress, vor allem, wenn Kinder da sind, die darunter leiden, dass es dem Haustier schlecht geht. Wir sind auf jeden Fall dafür, dass auch kranke Tiere eine Chance bekommen, allerdings sollten die zukünftigen Halter sich genau informieren.

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Sollte ich als Anfänger nicht besser einen Welpen nehmen?
Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen sind Welpen allgemein schwieriger zu handhaben als erwachsene Tiere. Wenn das Tier schon an den Menschen gewöhnt ist, so ist ein älteres Tier immer pflegeleichter als ein Welpe. Kommt das Tier von der Strasse, so fängt man natürlich auch bei einem älteren Tier sozusagen bei Null mit der Erziehung an.
Allgemein kann man aber sagen, dass Welpen anstrengender sind und viel mehr kaputtmachen als erwachsene Tiere, die schon etwas ruhiger und ausgeglichener sind. Welpen gehören am besten in die Hände von Tierhaltern, die schon Erfahrung mit der entsprechenden Tierart haben. Viele Menschen wollen auch unbedingt ein junges Tier, weil Welpen ja "soo süüß" sind. Man sollte sich vor Augen halten, dass der süße Welpe nach 6-10 Monaten erwachsen ist, womit sich das dann auch erübrigt hat. Bei einem Welpen kann man auch nicht unbedingt schon etwas über den Charakter aussagen - ein erwachsenes Tier ist da schon gefestigt und man kann sich das Tier aussuchen, welches am besten zu einem passt.

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Sind Tiere aus dem Tierheim nicht alle schon "versaut"?
Viele Menschen sind der Meinung, dass ein Tier "aus 2. Hand" unberechenbar sei und unter Umständen unerwünschte Eigenschaften haben könnte. Deshalb wollen sie lieber einen Welpen und glauben, diesem leicht alles beibringen zu können. Das ist aber ein Trugschluss. Welpen sind  anspruchsvoller und schwieriger zu halten (siehe oben) als erwachsene Tiere.
Ein Hund oder eine Katze aus dem Tierheim wurde dort schon einige Zeit beobachtet. Die Mitarbeiter kennen das Tier und können Angaben über das Wesen und Verhalten machen. Eventuelle unerwünschte Eigenschaften werden schon bekannt sein und Sie können diese dann mit liebevoller Geduld dem Tier abgewöhnen. Wichtiger ist es aber, dass man von vorneherein das Tier auswählt, das charakterlich am besten zu einem passt.

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Woran erkenne ich eine seriöse Tierschutzorganisation?
Leider aus aktuellem Anlass möchten wir hier ein paar wichtige Punkte auflisten, die zu beachten sind, wenn man ein Tier über einen Verein oder eine Tierschutzorganisation adoptieren möchte.
Auch in Tierschützerkreisen machen sich schwarze Schafe breit, die kranke Tiere vermitteln, falsche Papiere ausstellen und den neuen Besitzern wichtige Informationen verheimlichen. In solchen Fällen geht oft auch die gesamte Schutzgebühr oder ein Teil davon in die eigene Tasche und das kann nicht der Sinn von Tierschutz sein.
Nicht nur für die Besitzer und Tiere, sondern auch für alle verantwortungsvoll arbeitenden Vereine ist eine solche betrügerische Vermittlung sehr folgenschwer. Verständlicherweise wird sich der neue Tierbesitzer hintergangen fühlen, wenn ein Tier ankommt, welches viel älter ist als angegeben oder schlimmer noch, sehr krank ist. Hängen bleiben wird bei dieser Person der Eindruck, dass alle Organisationen so arbeiten, bzw. dass alle Tiere z.B. aus südlichen Ländern krank sind und man nie weiß, was man bekommt. Schlimm für alle Tierschützer, die einen Großteil ihrer Freizeit in seriöse Aktionen investieren und viel Einsatz und eigenes Geld mitbringen.

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Was kann man nun tun, damit man nicht an einen Tierhändler gerät?

Welche Fragen stellt mir der Vermittler?

Er sollte fragen:
- wie Sie wohnen
- welche Personen im Haushalt leben
- ob Tierhaltung erlaubt ist
- wie lange das Tier alleine bleiben muss
- ob Sie Erfahrung mit der Art/Rasse haben
- ob Sie finanziell ein Tier unterhalten können, auch wenn es mal teuer wird beim Tierarzt

Wie sollte die Vermittlung laufen?
Der Vermittler sollte auf jeden Fall ein persönliches Kennenlernen vorschlagen. Meist passiert das bei Ihnen zu Hause in Form einer Vorkontrolle. Dabei wird geschaut, ob Sie dem Tier einen entsprechenden Lebensraum zur Verfügung stellen können und weitere eventuelle Fragen werden geklärt.

Bei Vermittlungen aus dem Ausland: Wenn der Verein keine Kontrolle will, lassen Sie die Finger davon! In Einzelfällen, wenn die Chemie stimmt und man schon länger intensiven Kontakt hatte, wird auf eine Kontrolle verzichtet und dann ist es ok. Wenn Sie ein Tier aus einem Tierheim in Deutschland holen, ist eine Vermittlung ohne Vorkontrolle auch in Ordnung - Sie waren ja persönlich dort.
Nach erfolgreicher Kontrolle/Vorgespräch, bei der man Ihnen alle Ihre Fragen kompetent beantworten sollte und Sie umfassend über alle bekannten Eigenschaften des Tiers informieren sollte, wird ein Schutzvertrag geschlossen.

Bei Vermittlungen aus dem Ausland: Der Schutzvertrag sollte nicht erst am Flughafen bei Ankunft des Tieres gemacht werden!

Die Schutzgebühr sollte nicht astronomisch sein. Ein großer Hund kostet ca. 350 Euro.

Kommt das Tier am Flughafen an, so holen Sie es bei manchen Vereinen persönlich ab. Nicht alle Vereine verfügen über ausreichend Pflegestellen, so dass die Tiere sich dort erst mal akklimatisieren können. Im Idealfall holt ein Vertreter des Vereins das Tier ab und bringt es in eine Pflegestelle. Nach ein bis zwei Tagen können Sie es dort abholen.

Das Tier sollte geimpft sein, Hunde aus südlichen Ländern sollten auf Filaria und ggf. auch auf Leishmaniose getestet sein. Noch besser wäre es, wenn sogar schon auf Babesien und Ehrlichiose getestet wäre. Diese Tests sind allerdings teuer und nicht immer ist genügend Geld dafür da. Die Impfpapiere sollten auf das Tier passen (Geburtsdatum und Beschreibung) und müssen mit dem Tier übergeben werden. Der Verein sollte sich eine Nachkontrolle vorbehalten.

Zeigen Sie Sich kompetent und informieren Sie Sich vorher über Krankheiten aus dem Mittelmeerraum, wenn das Tier aus einer entsprechenden Region stammt. Fragen Sie nach diesen Krankheiten. Will man Sie abspeisen mit Aussagen wie, das kommt hier nicht vor, dann lassen Sie die Finger davon. Man sollte Sie ehrlich und umfassend über die Risiken aufklären.

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